Dr. Birgit Wolf

 

Willkommen


Meine Parole           

Teilhabe aller an Kunst und Kultur!

Meine Potenziale        

Forscherin, Autorin, Vermittlerin, Brückenbauerin und Querdenkerin zwischen Künsten und Kulturen, Institutionen und Systemen

Meine Profession  

Kulturermöglicherin


Welche Möglichkeiten stecken in Kunst und Kultur, um auf aktuelle Phänomene wie Individualisierung, Urbanisierung, Migration als auch Globalisierung, Digitalisierung und Ökonomisierung reagieren zu können?


Sehr spezifisch sind die Antworten aus den Feldern Kultur, Bildung, Jugendhilfe, Wissenschaft und Politik auf der Klaviatur zwischen global, national, regional und lokal. Wie können diese miteinander verbunden werden im Sinne der Teilhabe an Kunst und Kultur für alle? Welche Optionen der Teilhabe haben Akteure der Kulturellen Bildung aus den verschiedenen Feldern?


Auf Ihre komplexen Fragen aus Theorie, Praxis und Vermittlung der Künste und Kulturen finden wir gemeinsam individuelle Konzepte und Lösungen. Veränderung kann bedeuten etwas zu verlieren, aber viel mehr zu gewinnen.


Auf Anfragen und Anregungen Ihrerseits freut sich 

Dr. Birgit Wolf 


Aktuell


Erschienen! 

Birgit Mandel / Birgit Wolf

Staatsauftrag: »Kultur für alle« – Ziele, Programme und Wirkungen kultureller Teilhabe und Kulturvermittlung in der DDR

»Erstürmt die Höhen der Kultur!« Mit diesem Anspruch an die Bevölkerung erfuhren Kunst und Kultur in der DDR Anerkennung und eine hohe staatliche Förderung. Ein engmaschiges System der Kulturvermittlung von Kindergärten über Schulen und Jugendorganisationen bis zu Betrieben wurde etabliert. Inwieweit gelang es, Ziele einer »Kultur für alle und von allen« umzusetzen? Verhinderte die ideologische Funktionalisierung kulturelle Selbstbildungsprozesse? Und wie viel Zwang und Freiraum boten Künste und kulturelle Arbeit? Auf Basis von Originaldokumenten sowie knapp 100 Interviews mit Zeitzeug*innen und Expert*innen werden erstmalig kulturelle Teilhabe und kulturelle Bildung in der DDR aufgearbeitet und für aktuelle Diskurse fruchtbar gemacht.


Fachkolloquium: Staatsauftrag „Kultur für alle"

Kulturelle Teilhabe und Kulturvermittlung in der DDR – Impulse für die Gegenwart

29. Oktober 2020, 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr

Berliner Salon der Berliner Stadtbibliothek, Breite Straße 36


Auf Grund des aktuellen Hygiene-Konzeptes führen wir ein Fachkolloquium durch, zu dem sich jedoch alle virtuell mit dem folgenden Link zuschalten können:

https://www.fes.de/forum-berlin/politik-in- ostdeutschland/30-jahre-deutsche-einheit/ zur-lage-der-generation


Auf dieser Tagung werden Ergebnisse eines Lehrforschungsprojekts der Universität Hildesheim präsentiert, in dem erstmals Erkenntnisse über Ziele, Programme und Wirkungen von Maßnahmen zur kulturellen Teilhabe in der DDR aufgearbeitet wurden. Expert/innen aus den Bereichen Kulturvermittlung, Kulturwissenschaft, Kulturpolitik und Kunst diskutieren und reflektieren die Maßnahmen für kulturelle Teilhabe und Kulturvermittlung in der DDR aus ihrem Erfahrungshintergrund und setzen Bezüge zur aktuellen Situation. Ein Fokus liegt dabei auf Projekten und Maßnahmen, die nach heutiger Perspektive „kunstferne“ Zielgruppen erreichen sollten, insbesondere Kinder und Jugendliche aus nicht-akademischen Elternhäusern sowie Erwachsene der Arbeiter- und Bauernklasse. Die Tagung, die in Kooperation der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Universität Hildesheim, der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin stattfindet, widmet sich einem Thema, das besondere Erfahrungen der DDR ins Heute bringt: Strategien und Instrumente kultureller Teilhabe und kultureller Bildung.

Durch den staatlichen Auftrag, „Kultur für alle“ als Teil der Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit zu garantieren, wurden in der DDR in einem engmaschigen System planmäßig niedrigschwellige und sozialräumlich verankerte Aktivitäten der Kulturvermittlung etabliert. Vor allem über die betriebliche Kulturarbeit sollten alle Menschen in ihrem Alltag erreicht werden. Kunst und Kulturarbeit agierten im Spannungsfeld von staatlichen Vorgaben einerseits und individueller Aneignung und Nischen für Gegenöffentlichkeit andererseits. Die Freiheit der Kunst war in der DDR nicht gewährleistet, Inhalte und Formen der Kultur standen unter Kontrolle der SED und unterlagen der Zensur, doch boten die Künste und Kulturarbeit auch Möglichkeiten, diese zu umgehen.